Gewusst wie: Drogenschmuggel

Der letzte Teil der Reise war halbwegs unspektakulär. Den Flieger haben wir rechtzeitig gekriegt, im Flieger gab es wieder lecker Brötchen und, was schön war, man konnte sogar ein wenig seine Beine während des Flugs ausstrecken, was uns in Flieger Nummer eins nicht vergönnt war.
Mehrere Versuche zu schlafen scheiterten, obwohl im Flieger nach dem Essen das Licht ausgeschaltet wurde und damit beste Schlafvoraussetzungen herrschten.
Allemal zum Dösen hat es gereicht, aus dem man dann durch Todesangst schnell wieder geweckt wurde, weil der Flug sehr unruhig war.
Es ist an sich kein Drama, wenn man wach ist und es fängt an, hin- und herzuruckeln, aus dem Halbschlaf heraus war das ein richtig blödes Gefühl, der Organismus sendete sofort Paniksignale aus. Naja, nach über 10 Stunden Flug, es war hell, ich hatte vor wach zu bleiben, bin ich dann tatsächlich weggenickt.

Als ich aufwachte waren wir dann schon im Landeanflug, beeindruckend… ohhh der Bulgarischwurzelige gibt ein Bier aus… Cheers!
…öhm, beeindruckend so ein Landeanflug über Sydney.
Nun ja, in Sydney mussten wir aus dem Flieger raus, obwohl wir mit jenem nach Auckland weiterwollten.
Aber damit die Mädels dort ungestört durchsaugen konnten, mussten halt alle raus.
Vor Ort: Sicherheitskontrolle. Ein nettes Schild wies darauf hin, dass die Sicherheitsbeamten Witze über Bomben im Gepäck nicht lustig finden und man sich das lieber sparen sollte.
Ich überlegte noch, ob die Aussage zu den Sicherheitbeamten, man hätte das Schild verstanden und würde keine Witze über Bomben im Gepäck machen, schon ein Witz darüber wäre, da sah ich dann auch die Frau, die unser Gepäck durchleuchten sollte. Rote Haare, streng nach hinten gebunden, ein strenger Blick, fünf gescheiterte Ehen, davon drei weil ihr man verstarb. Eines unnatürlichen Todes.
Mein Lieblingsbulgare und ich einigten uns, uns einfach so unauffällig wie möglich zu verhalten.
Hat bei mir auch super geklappt.
Doch mein nicht ganz deutschdeutsch aussehender Reisebegleiter hatte die Ehre in den (und ich will eure Fantasie nicht mehr als nötig anregen) Nacktscanner einzutreten.
Er kam mir irgendwie schon immer ein wenig verdächtig vor.
Nun ja, das Ganze hat mit Um- und ausziehen ca. 10 Minuten gedauert, während ich mich freute, dass ich mit meiner Begleitung und Bekleidung wohl recht unverdächtig aussehe.
Verdammt, nichts geschmuggelt, mit was ich hätte diese Reise refinanzieren können…

Die Erkenntnis ist also: Wenn ihr international illegale Dinge schmuggeln wollt, nehmt stets jemanden mit, der immer verdächtiger aussieht als ihr selbst.
Oder steckt das Zeug zum Transport in den Po…

3 Gedanken zu „Gewusst wie: Drogenschmuggel“

    1. Am Flughafen gibt es zufällige, verdachtsunabhängige Intensivkontrollen und wie immer wird zufällig, verdachtsunabhängig
      ausgerechnet das Känguru kontrolliert.

      »Weil ich zufällig, verdachtsunabhängig nicht so unverdächtig
      weiß-mitteleuropäisch aussehe?«, fragt es.

      »Exakt«, brummt der outgesourcte, lohngedumpte Sicherheitsdienstleister. »Und nu?«, fragt das Känguru. »Was willst du von mir, Mann ohne Eigenschaften?«

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