Es folgen: Regenbogenbilder.

Fraser Island | Die Sandinsel

07.08.2016 | 20:02

Der Wecker klingelte also um 5:45.
Naja, eigentlich um 5:50.
Ich stellte meinen Wecker zwar auf 5:45, leider jedoch für den falschen Tag.
Zum Glück hatten wir also zwei Wecker gestellt.
Um 6 Uhr startete Léa das Zelt zu verlassen, um 6.15 Uhr vollendete sie dies. Dann sprang ich auf, das Taxi zum Flughafen war für 6.30 Uhr bestellt.

07.08.2016 | 21:30

(Hab grad zu Abend gegessen.)

Um 6.36 Uhr stiegen wir in das Taxi ein. Jenes war pünktlich.
Um 6.45 Uhr sollten wir am Flughafen sein.
Um 6.44 Uhr rief der Taxifahrer beim Flughafen an und sagte, dass wir uns verspäten.
Um 6.49 Uhr kamen wir am Flughafen an.

Dort füllten wir ein paar Formulare aus und ich packte meinen Rucksack, den ich am frühen Morgen gemäß des Zufallsprinzips panisch gefüllt hatte, um.
Die Leute von der Einpropellerfluggesellschaft waren lustig.
Alles Jungs von Mitte bis Ende Zwanzig, würde ich schätzen.
Sie trugen lustige Angus Young-Gedächtnisuniformen waren aalglatt rasiert und hatten einen perfekten Teint.
Sie wirkten ein wenig wie die Söhne von sehr reichen Eltern, die Piloten werden wollten, weswegen deren Eltern ihnen zuliebe eine Fluggesellschaft gegründet haben.

Wie dem auch sei, 8 Uhr ging es bei leichtem Nieselregen los. Wir stiegen in die Einpropeller-Maschine ein, die kaum größer war als Beate.
Eine Sicherheitseinweisung gab es nicht wirklich.
Ist auch gut so!
Ich meine, sind wir doch mal ehrlich, wie oft hört man in den Nachrichten, dass Schwimmwesten der großen Airlines hunderte Menschenleben bei einem Absturz gerettet haben!?

Der Pilot startete den Motor. Er meinte, wir sollen keine Fragen stellen, wenn etwas komisch klingt, er wüsste es selber nicht, es sei sein zweiter Tag.

Höhö.

Hätte von mir kommen können.

Das Wetter war weiterhin eher mittelprächtig.

Wir flogen eine Weile und sahen ein paar nette Sachen. Das Gefühl des Fliegens in dieser kleinen Hutschachtel war sehr cool. Es fühlte sich so direkt an.
Wir flogen außerdem eine Weile über den Wolken, was meiner Meinung nach dazu führte, dass der Pilot die Orientierung verlor (Kann man zu der Islamisierung des Abendlandes eigentlich auch einfach „Orientierung“ sagen?).
Er schaute oft aus dem Fenster und versuchte wohl die Insel zu finden und dann, ohne Scheiß (Sorry für das Wort, im Falle meine Nichten lesen mit), nahm er sein Handy und ortete uns via Google Maps!
Zum Glück funktionierte das, weshalb wir kurz darauf direkt auf dem Strand des Eilands landeten.
Das hat schon irgendwie gefetzt.
Nach der Landung wurde uns Auto übergeben, ein strahlend weißer Mitsubishi SUV.
Mit allem Schnickschnack.
Allrad mit Differenzialschaltung ist Standard auf der Insel.
Rückfahrkamera, Automatik, Boardcomputer, Klimaanlage sowieso, ESP, ABS, QVC…

Die reichen Eltern haben den reichen Söhnen also auch noch Autos reicher Leute hingestellt.
Dann gab es eine kurze Einweisung: Im Inland maximal 30 km/h am Strand maximal 80 km/h.
Jaja. Klar.
Und dann ging es los, rein ins Inland nur über Sandwege.

Fraser Island ist wirklich wunderschön.
Sie ist bewachsen mit Regenwald, Flora und Fauna sind ungeheuer artenreich.
In der Mitte der Insel verbergen sich einige Seen, die ausschließlich durch Regenwasser gespeist werden.
Die aus den Seen emporkommenden Flüsse sind glasklar, fast schon unrealistisch anmutend.
Und Dingos gibt es!
Bevor ihr jetzt bei Wikipedia nachschauen müsst: Dingos sind eine Art wilde Hunde. Wie Wölfe, nur mit kurzem Fell.
Es gibt einige Schauergeschichten über sie, aber am Ende sind sie einfach nur knuffig!

Leider hat es recht häufig geregnet, wir wären gern mal baden gegangen, aber das Begehen so vieler schöner Orte, die tollen Spaziergänge und das Vorantreiben des Verschleißes des Mietwagens haben das bisherige Australienhighlight gesetzt.

Am Nachmittag ging es dann wieder zurück zum Flughafen.

Direkt nach dem Take Off fiel mir auf, dass ich noch den Schlüssel des Wagens in meiner Jackentasche hatte. Ähem.

Oh, jetzt sind grad hier die Lichter ausgegangen. Es ist 22:22.
Das ist wohl ein Zeichen, dass ich mich in die Heia begeben soll.
Ich werde an diesen Beitrag ein paar Fotos dranhängen, die können dann den Rest erzählen.

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