Hihi. Ein Eidechserich!

Ab in den Süden (oder: Wohn mobil! | Teil 2)

04.09.2016 | ca. 14:00

Am nächsten Tag machten wir Halt am Airlie Beach.
Da wollten wir eigentlich schon auf dem Weg nach Cairns hin, hatten das Ganze jedoch übersprungen, da wir mit Kcarl eine super Mitfahrgelegenheit nach Townsville hatten.
Sehr nett also, dass sich doch noch mal die Möglichkeit ergeben hat.
Julien, nebenbei ein Schweizer aus der Französisch sprechenden Region, hatte ein Saxophon bei sich, so bot sich die Gelegenheit an nicht nur faul am Strand herumzuliegen, sondern ein wenig zu jammen.
Nach einiger Zeit hatten wir auch schon die ersten interessierten Menschen angelockt.
Eine Gruppe junger Menschen, vielleicht um die 20 (Jahre alt), machte uns ein paar Komplimente und fragte uns ob wir uns nicht ihrer Gruppe anschließen und ein wenig Gras rauchen wollen.
Wir verneinten das Gras, bewegten unsere faulen Organismen jedoch in ihre Richtung.
Wir hatten ein paar schöne Stündchen am Strand, lachten viel musizierten und dann zogen wir auch schon weiter.
Wieder landeten wir am Abend in einem Ort, der so uninteressant ist, dass ich seinen Namen nicht im Kopf behalten konnte.

Ich war seht stolz auf mich, am nächsten Morgen.
Ich hatte den Wecker auf 7 Uhr gestellt und in der Tat wahren wir gegen 7.30 Uhr on the road.
Hatten wir die Tage zuvor ganz schön gebummelt, mussten wir nun langsam anfangen ein paar Kilometer gutzumachen.
Generell war das ein reiner Fahrtag.
Cairns – Brisbane ist halt ne Strecke von circa 2.000 Kilometern…
Unterwegs haben wir Julien abgeworfen und dann ging es nach Noosa.

Dies war der Ort, den wir als erstes nach Brisbane besichtigen wollten, was wir dann aber nicht taten, da wir den einen Kerl aus Maleny kennenlernten, der uns dann dort hin lotste.

Die Dame an der Rezeption des Holiday Parks war nett.
Sie gab uns den letzten verfügbaren Platz für ein Riesenauto.

08.09.2016 | 08:17

Ich sitze in einer Bude von zwei netten älteren Leuten, die mich aufgenommen haben.
Wie schon mit Geoff und Trixie fühlt es sich an, als würde ich mit Mama und Papa abhängen, so fürsorglich sind die.

Auf dem Campingplatz jedenfalls ist nicht mehr so viel passiert.
Wir trafen ein paar nette Leute, und quatschten ein wenig mit denen.
Ein Mädel hatte mir gezeigt, wo ich die Toilette finde.
Ich bin durch die Tür gegangen, auf die sie verwies, ohne noch einmal nachzuprüfen, dass dies auch die richtige Tür ist (Zu meiner Verteidigung: Es war dunkel.).
Naja, ich bin dann natürlich bei den Damen gelandet, die sich über den Jungsbesuch aber mehr amüsiert als echauffiert haben.
Ansonsten haben wir den Abend über versucht das verstopfte Wohnmobilrohr zu entstopfen, was leider nicht von Erfolg gekrönt war.
Dann ging es zeitig schlafen, am nächsten Morgen sollte es früh rausgehen.

Und so war es auch. Gegen 6 standen wir auf, bereiteten das Wohnmobil für die Abgabe vor und fuhren dann in den Noosa Nationalpark, wo wir einen ausgedehnten Spaziergang machten.
Dort wurden wir direkt von einem netten Koala begrüßt.
Der Pfad war recht gefüllt mit Menschen und die Strecke ist wohl auch berühmt dafür, mit ein wenig Glück einen Koala zu Gesicht zu bekommen.
Jedes Mal, wenn jemand stoppte und in den Wald schaute oder etwas fotografierte, bildete sich schnell eine Traube von Menschen, die ebenfalls in diese Richtung startete.
Ich schlug Léa vor, ein lustiges Spielchen zu spielen. Sie willigte ein.

Und so stoppten wir einige Male, wenn wir auf mehrere Menschen trafen, schauten mit unseren Kameras (ich hatte das dicke Tele draufgespannt.) aufgeregt in den Wald und sagten: „Oh, das ist aber ein toller Ast.“ „Ja, Wahnsinn, ich habe noch nie so einen Ast gesehen!“
Dann machten wir hektisch Fotos von den Ästen.
Viele Leute blieben stehen und wirkten völlig desorientiert, wie wir so lang fasziniert in den Wald starren konnten.
Sie hatten wohl einen Koala erwartet.
Aber gefragt, was wir denn sehen würden, haben die sonst sehr gesprächigen Aussis uns nicht. :-)
Ich wollte das Spiel noch ein wenig weiter treiben und vortäuschen, wir würden einen Koala sehen.
Dann hätte ich vor den Augen der Leute ein paar Fotos gemacht und ihnen dann einfach ein Foto von dem Koala gezeigt, den wir zu Beginn gesehen haben.
Es erschien mir zwar witzig aber dann doch einen Schwapp zu gemein :-)

Nach dem Spaziergängelchen ging es dann zurück zum Wägelchen, mit welchen wir uns gen Brisbane aufmachten.

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